Mein lieber Bruder Klaus
Es gab Zeiten zu denen Du mir fast etwas peinlich warst, mit Deinen lockeren und oft viel zu lauten Sprüchen, mit deiner Art, selbst vermeintlich gestandene Persönlichkeiten nicht so furchtbar ernst zu nehmen, und wie Du an Stellen wo ich lieber ruhig und zurückhaltend blieb einfach drauflos gequatscht hast und dich kaum drum geschert hast was andere von dir halten.
Zum Glück für mich ist das vorbei. Ich hab Dich kennen gelernt als liebevollen Menschen, der seine Familie vornan stellte, als aufopfernden Schwiegersohn, als, wenn ich das sagen darf, guten Freund mit dem ich zur Adventzeit den Baum in die Kirche gebracht hab und der sich köstlich amüsiert hat wenn ich das Zelt beim Ausflug statt mit den vergessenen Heringen mit Gabeln und Löffeln aufgebaut hab.
Viel von dem was Dich ausgemacht hat bleibt mir unbekannt, aber ich bin sicher: Es ist gutes.
Heute haben wir dich zur letzten Ruhe gebettet, der Urnenträger sprach es aus, Ruhe in Frieden.
Das wünsche ich Dir von Herzen, freu Dich von dort wo Du jetzt bist an deinen Lieben, besonders an Oskar, und ich freu mich drauf wenn Du mir mal die Tür aufmachst und reinwinkst mit "Lasst uns herzlich sein..."
Bis dahin
Dirk